Übung beim Institut der Feuerwehr
Ein PKW ist eine Böschung hinunter gerutscht. Zwei Insassen sind eingeklemmt und drohen, mit dem Auto weiter abzustürzen. Nach einer Explosion in einem Wohnhaus werden drei Hausbewohner vermisst. Ob sich noch mehr Personen im Haus befinden, weiß niemand. Eine Gasflasche setzt einen Wohnwagen in Brand. Bewusstlos liegt eine Person im brennenden und verqualmten Wagen.

Foto: Melanie Göcke / Oliver Scharmann

Foto: Melanie Göcke / Oliver Scharmann

Foto: Melanie Göcke / Oliver Scharmann
In all diesen Fällen werden die alarmierten Helfer der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Katastrophen gestellt, in denen an ihrem schnellen und richtigen Handeln Menschenleben hängen.
Zum Glück handelt es sich in allen Fällen um gestellte Szenarien, die bei einer großen Übung am Außengelände des IdF (Institut der Feuerwehr) nachgestellt wurden. Im Rahmen ihrer Ausbildung lernten zukünftige Rettungsassistenten so die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Zwei Helfer unseres Ortsvereins hatten sich auf den Weg gemacht, um unseren Rettungswagen zur Verfügung zu stellen und selbst ein paar praktische Erfahrungen zu sammeln. Realistische Schminke und professionelle schauspielerische Leistung: Durch das Mitwirken von Notfalldarstellern konnten „echte“ Patienten behandelt werden, was den Einsatz und die Motivation während der Übung nochmals steigerte.
Nachdem der abgerutschte PKW durch die Feuerwehr abgesichert wurde, konnten die Verletzten gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Von der Übergabe der Verletzen von der Feuerwehr an den Rettungsdienst, die Versorgung der Verletzungen, die psychische Betreuung der Betroffenen, Absprachen mit dem Notarzt und Krankenhäusern, die Koordination der Rettungsmittel, das Beachten der Sicherheitsabstände und –regeln – vieles gab es zu beachten. An alles gleichzeitig zu denken ist im Ernstfall schwierig. Übungen wie diese helfen jedoch, möglichst viel Routine in Situationen zu bringen, in denen Hektik und überschnelles Handeln schnell gefährlich werden können.
Die Nachbesprechungen der einzelnen Übungen zeigte allen Teilnehmern Schwächen und Stärken auf und viele Verbesserungsvorschläge konnten schon im Laufe des Tages umgesetzt werden. Auch unsere Helfer nahmen viele dieser Vorschläge auf und mit in unseren Ortsverein.

